Härteprüfung IRHD M
Die Härteprüfung nach IRHD (International Rubber Hardness Degree) gemäß ISO48-2:2018 dient zur Messung der Härte von vulkanisiertem oder thermoplastischem Gummi. Die Prüfung basiert auf dem Eindringen eines kugelförmigen Prüfkörpers in das Material unter einer definierten Federkraft. Die IRHD-Härteprüfung eignet sich teilweise für dünne Materialien oder empfindliche Bauteile, bei denen die Shore-Härteprüfung nicht funktioniert.
Leistungen
- IRHD M – Härteprüfung
- IRHD M – Hysteresemessung
Als Steinbeis-Transferzentrum führen wir Härteprüfungen nach IRHD M (Micro) als Dienstleistung durch.
Die IRHD-Härteprüfung wird vor allem zur Bestimmung der Härte von weichen Elastomeren eingesetzt und zeichnet sich durch eine hohe Präzision aus. Insbesondere bei Materialien, bei denen andere Verfahren wie Shore A oder Shore D nur ungenaue Ergebnisse liefern, ist sie sehr gut geeignet. Dadurch eignet sie sich besonders gut für die Untersuchung von Gummi und ähnlichen Werkstoffen.
In der industriellen Praxis spielt die IRHD-Härteprüfung eine wichtige Rolle in der Qualitätskontrolle bei der Produktion von Gummi- und Elastomerprodukten, da sie dabei hilft, die geforderten Härteeigenschaften zuverlässig einzuhalten. Darüber hinaus dient sie Ingenieuren und Forschern als wertvolles Werkzeug für den Materialvergleich, da sich damit unterschiedliche Gummimischungen hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften analysieren und bewerten lassen.
Ein weiterer Vorteil der IRHD-Härteprüfung ist ihre Normierung: Da sie nach internationalen Standards durchgeführt wird, ermöglicht sie eine weltweit einheitliche, reproduzierbare und vergleichbare Bewertung der Härte elastomerer Materialien.
Die Härteprüfung nach IRHD M (Micro International Rubber Hardness Degree) dient zur Messung der Härte von dünnen oder kleinen Gummiproben sowie elastomeren Materialien. Sie wurde speziell für die Prüfung von Materialien wie Gummi und weicheren Kunststoffen entwickelt, deren Abmessungen oder Eigenschaften eine klassische Härteprüfung erschweren.
Härteprüfung nach IRHD M
Einsatzbereiche von IRHD M nach ISO 48-2:2018:
- Prüfung von dünnen oder kleinen Bauteilen: Bauteile mit geringer Dicke oder Abmessungen, bei denen eine Standard-Härteprüfung nicht funktioniert oder unzuverlässig wäre (z. B. O-Ringe, Dichtungen)
- Materialcharakterisierung: Bewertung von Elastomeren und weichen Kunststoffen, besonders in der Produktion und Qualitätssicherung
- Beschichtungen: Analyse der Härte dünner elastomerer Beschichtungen
Durch die Bestimmung der Hysteresekurve bei der IRHD M-Prüfung können Rückschlüsse auf die Qualität bzw. Vulkanisation des Materials gezogen werden. Wie bei der normalen IRHD M-Härteprüfung wird die Vorspannkraft für 5 s aufgebracht und damit ein Referenzpunkt festgelegt. Anschließend wird für die Messdauer von 99 s zusätzlich die Prüfkraft aufgebracht und die zusätzliche Eindringtiefe gemessen. Zur Ermittlung des Fließ- und Rückstellverhaltens wird die zusätzliche Eindringtiefe nun nach Wegnahme der Hauptprüfkraft 99s kontinuierlich weiter gemessen. Die relative Eindringtiefe nach 99s kann nun als Vergleichswert für das Rückstellverhalten des Materials und damit für die Qualität der Vernetzung bzw. Vulkanisation angesehen werden.

Hysteresemessung IRHD M
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