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Prüflabor in Karlsruhe für
Reibwertprüfung

Der Reibwert, auch Reibungskoeffizient genannt, beschreibt den Widerstand zwischen zwei Bauteilen, die sich unter Last berühren. Er gibt an, wie stark zwei Bauteile einander unter Belastung entgegenwirken, wenn sie sich berühren.

Da der Reibwert nicht nur vom Material, sondern auch von der Rauheit, der Schmierung, dem Anpressdruck und den Umgebungseinflüssen abhängt, kann er nur durch Messungen ermittelt werden. Die Ergebnisse dieser Messungen unterstützen die Auswahl geeigneter Werk- und Schmierstoffe sowie die Optimierung von Bauteilen und technischen Systemen.

Als Dienstleistung bieten wir im Steinbeis-Transferzentrum die Bestimmung von Haft- und Gleitreibwerten durch eine Reibwertprüfung an.

Laborarbeitsplatz mit Prüfgerät zur industriellen Material- und Oberflächenanalyse

Erklärung

Was ist der Reibwert?

Der Reibwert ist das Verhältnis von Reibkraft und Normalkraft zweier sich berührender Bauteile da. Er ist keine reine Bauteileigenschaft, sondern eine Systemeigenschaft tribologischer Systeme. Er hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B.:

  • Materialeigenschaften
  • Oberflächenstruktur
  • Betriebsbedingungen
  • Umgebungsbedingungen

Zusammenfassend hängt der Reibwert bzw. Reibungskoeffizient eines Tribosystems von einem Zusammenspiel aus Materialeigenschaften, den Betriebsbedingungen und den Umgebungsfaktoren ab. Durch gezielte Wahl des Materials, der Oberflächenrauheit und der Betriebsweise kann der Reibwert beeinflusst werden.

Wie kann man den

Reibwert prüfen?

Bei der Prüfung des Reibwertes wird ein Prüfkörper geeigneter Geometrie mit einer definierten Normalkraft auf einen Grundkörper gedrückt. Der Prüfkörper bewegt sich mit einer definierten Relativgeschwindigkeit translatorisch oder rotatorisch über die Oberfläche des Grundkörpers. Durch das Verhältnis von Reibkraft und Normalkraft wird der Reibwert berechnet.

Schematische Darstellung eines tribologischen Verschleissprüfaufbaus

links: Probe in Drehbewegung, Mitte: Probe in Winkelhubbewegung, rechts: Probe in Linearbewegung.

FAQ

Fragen und Antworten für die
Reibwertprüfung

Dabei wird der Reibwert bzw. Reibungskoeffizient zwischen zwei sich berührenden Oberflächen unter definierter Belastung gemessen – ein zentraler Wert für das tribologische Verhalten von Bauteilen.

Er beeinflusst direkt Verschleiß, Energieverbrauch, Kraftübertragung und die Lebensdauer technischer Systeme – etwa bei Lagern, Führungen oder Reibpaarungen.

Zwei Bauteiloberflächen werden unter definierter Last relativ zueinander bewegt. Aus der aufgebrachten Normalkraft und der gemessenen Reibkraft wird der Reibwert bzw. Reibungskoeffizient berechnet.

  • Werkstoffpaarung
  • Oberflächenrauheit
  • Kontaktpressung
  • Schmierung
  • Temperatur und Umgebungsbedingungen
  • Haftreibungskoeffizient (statisch): Widerstand beim Start der Bewegung
  • Gleitreibungskoeffizient (dynamisch): Widerstand bei konstanter Bewegung

Z. B. Pin-on-Disk, Kugel-Platte, Linearkontakt-Prüfung, tribologische Prüfstände mit variabler Belastung und Bewegung.

In der Automobilindustrie, Medizintechnik, Antriebstechnik, Lagertechnik, Verpackungsindustrie und bei der Werkstoffentwicklung.

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