Oberflächenspezialisten in Karlsruhe für
Oberflächenangaben auf technischen Zeichnungen richtig spezifizieren – nach ISO 21920
Mit der Einführung der ISO 21920 haben sich die Anforderungen an Oberflächenangaben auf technischen Zeichnungen grundlegend geändert. Viele Spezifikationen, die nach ISO 1302 als ausreichend galten, entsprechen heute nicht mehr den aktuellen Normanforderungen. Dadurch entstehen erhebliche Risiken für Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung.
Eine Rauheitsangabe wie „Ra 1,6“ reicht heute in vielen Fällen nicht mehr aus.
Die ISO 21920 fordert eine eindeutige und funktionsgerechte Spezifikation der Oberflächenbeschaffenheit. Je nach Anwendung müssen am Oberflächensymbol zusätzliche Angaben, beispielsweise zu Bewertungsregeln, Messrichtung, Filtereinstellungen oder Messstrecken, festgelegt werden. Unvollständige oder veraltete Oberflächenangaben können zu Fehlinterpretationen, Reklamationen, unnötigen Fertigungskosten und nicht vergleichbaren Messergebnissen führen. Eine normgerechte Spezifikation nach ISO 21920 sorgt dagegen für eindeutige technische Zeichnungen und eine sichere Kommunikation zwischen Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung.
Was hat sich konkret geändert?
- Einführung von Einstellungsklassen für die Messung
- Abschaffung der Differenzierung „periodisch“ und „nicht periodissch“
- Neue Anforderungen an Filtereinstellung und Formtrennung
- Neue Default-Regel bei der Bewertung
- Messrichtung kann nun direkt am Oberflächensymbol angegeben werden
- Auswertelängen und ggfs. Abschnittslängen müssen klar definiert werden
- Die neue Norm erlaubt die explizite Angabe von: Auswertelängen, Abschnittslängen, Anzahl der Abschnitte
- Mit dem F-Operator und dem Nesting-Index werden Formanteile und Filtereinstellungen eindeutig beschrieben.
- Angabe von Bearbeitungszugaben entfallen
- Einige frühere Angaben wurden vollständig gestrichen oder neu geregelt.

Oberflächensymbol nach ISO 21920-1:2021
a: Toleranztyp
b: Symbol für Kenngröße
c: Toleranzgrenzwert der Kenngröße
d: Toleranzakzeptanzregel
e: Typ des Profil-S-Filters
f: Nesting-Index des Profil-S-Filters
g: Typ des Profil-L-Filters
h: Nesting-Index des Profil-L-Filters
i: Abschnittslänge
k: Anzahl Abschnitte
m: Auswertelänge
n: Assoziationsverfahren und Element des Profil-F-Operators
p: Nesting-Index des Profil-F-Operators
q: Verfahren der Profilerfassung
r: Platzhalter für das OR(n)-Symbol für andere Anforderungen
s: Fertigungsprozess
t: Oberflächenrillen und Richtung der Bearbeitungsspuren
u: Profilrichtung (Messrichtung)
Lernen Sie, Oberflächen so zu spezifizieren, dass Bauteile zuverlässig funktionieren und Reklamationen vermieden werden.
- Oberflächen funktionsgerecht spezifizieren
- Technische Zeichnungen nach ISO 21920 sicher erstellen
- Geeignete Rauheitskennwerte auswählen
- Messberichte richtig interpretieren
- Reklamationen vermeiden
- Fertigungskosten durch passende Spezifikationen reduzieren
- Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung auf eine gemeinsame Basis stellen