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Prüflabor in Karlsruhe für
Härteprüfungen

Die Härteprüfung misst, wie stark sich ein Werkstoff dauerhaft durch einen härteren Prüfkörper verformen lässt. Sie liefert Rückschlüsse auf Festigkeit, Zähigkeit und Verschleißfestigkeit – unabhängig vom Materialtyp.

Eingesetzt wird sie u. a. zur Qualitätssicherung, Wärmebehandlungsprüfung und Werkstoffcharakterisierung in nahezu allen Industriezweigen. Je nach Verfahren (z. B. Rockwell, Brinell, Vickers, Knoop) wird ein Prüfkörper mit definierter Kraft in die Oberfläche gedrückt; der Härtewert ergibt sich aus Eindrucktiefe, Fläche oder Kraftverlauf.

Im Steinbeis-Transferzentrum bieten wir eine Vielzahl verschiedener Härteprüfverfahren zur Bestimmung der Makro- und Mikrohärte als Dienstleistung an.

Härteprüfmaschine bei der Werkstoffprüfung im technischen Labor

Methoden

Zur Bestimmung der Härte

Härteprüfung nach Vickers

Bei der Vickers-Härteprüfung wird eine vierseitige Diamantpyramide mit definierter Prüfkraft in die Oberfläche des Werkstoffs gedrückt.

Härteprüfung nach Rockwell

Bei der Rockwell-Härteprüfung wird die Härte über die Eindringtiefe eines Prüfkörpers (Diamantkegel oder Stahlkugel) unter definierter Vor- und Hauptlast bestimmt

Härteprüfung Super-Rockwell

Super-Rockwell: Die Super-Rockwell-Prüfung ist eine Variante der Rockwell-Methode mit geringeren Prüflasten.

Härteprüfung nach Brinell

Bei der Brinell-Härteprüfung wird eine Hartmetall- oder Stahlkugel mit hoher Kraft in die Oberfläche gedrückt.

Knoop Härteprüfung

Bei der Knoop-Härteprüfung wird eine Diamantrhomboid (eine asymmetrische, vierseitige Pyramide) verwendet, die einen langgestreckten Eindruck erzeugt.

Mikrohärteprüfung

Die Mikrohärteprüfung umfasst Härteprüfungen mit kleinen Prüflasten und dient der Untersuchung von Beschichtungen, kleinen Strukturen und Härteverläufen.

Nanoindentation

Bei der Nanoindentation, einem hochauflösenden Prüfverfahren, wird ein Vickers- oder Berkovich-Eindringkörper mit sehr geringen Kräften in die Oberfläche gedrückt.

Härteprüfung Kunststoffe

Je nach Material und Steifigkeit kommen bei der Härteprüfung von Kunststoffen Verfahren wie Kugeleindruck-,, Shore- und die Rockwell-Härteprüfung zum Einsatz.

Kugeleindruck-Härteprüfung

Die Kugeleindruck-Härteprüfung nach ISO 2039-1:2001 dient zur Bestimmung der Kugeldruckhärte harter und steifer Kunststoffe.

Härteprüfung nach Shore

Die Härteprüfung nach Shore dient zur Bestimmung der Härte von elastomeren und plastischen Werkstoffen.

Härteprüfung IRHD M

Bei der IRHD-M-Härteprüfung handelt es sich um ein genormtes Verfahren zur Bestimmung der Härte von Gummi und Elastomeren.

FAQ

Fragen und Antworten für die
Härteprüfung

Die Härteprüfung misst den Widerstand eines Werkstoffs gegen das Eindringen eines härteren Prüfkörpers. Sie liefert Aussagen über Festigkeit, Verschleißverhalten und Oberflächenqualität.

Um mechanische Eigenschaften zu bewerten, Wärmebehandlungen zu kontrollieren, Materialvergleiche durchzuführen und die Qualität von Werkstoffen sicherzustellen.

Metalle, Kunststoffe, Keramiken, beschichtete Oberflächen und sogar dünne Schichten – je nach Verfahren.

Gängige Verfahren sind:

  • Brinell (für grobe Strukturen)
  • Vickers (universell einsetzbar)
  • Rockwell (schnell und industrietauglich)
  • Knoop, Mikrohärte, Nanoindentation (für feine Schichten und kleine Bauteile)

Ein Prüfkörper wird mit definierter Kraft in die Oberfläche gedrückt. Je nach Verfahren wird die Eindrucktiefe, -fläche oder der Kraftverlauf zur Berechnung des Härtewerts verwendet

Sie ist meist zerstörungsarm. Die Eindrücke sind klein, das Bauteil bleibt in der Regel funktionsfähig – ideal für Serienkontrolle oder sensible Komponenten.

In der Fertigung, Qualitätssicherung, Werkstoffentwicklung und Schadensanalyse – z. B. im Maschinenbau, der Luftfahrt, Automobilindustrie oder Medizintechnik.

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