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Oberflächenspezialisten in Karlsruhe für
Oberflächenangaben in technischen Zeichnungen nach DIN EN ISO 21920

Mit der ISO 21920 haben sich die Anforderungen an Oberflächenangaben deutlich verändert. Eine Angabe wie „Ra 1,6“ reicht heute in vielen Fällen nicht mehr aus.

Die Norm fordert eine eindeutige, funktionsgerechte Spezifikation – etwa zu Bewertungsregeln, Messrichtung, Filtern und Messstrecken. Normgerechte Angaben vermeiden Fehlinterpretationen, Reklamationen und unnötige Kosten und sorgen für eine klare Kommunikation zwischen Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung.

Oberflächensymbol nach ISO 21920: Aufbau und Bedeutung

Oberflächensymbol nach ISO 21920-1:2021

Oberflächensymbol nach ISO 21920-1:2021

a: Toleranztyp
b: Symbol für Kenngröße
c: Toleranzgrenzwert der Kenngröße
d: Toleranzakzeptanzregel
e: Typ des Profil-S-Filters
f: Nesting-Index des Profil-S-Filters
g: Typ des Profil-L-Filters
h: Nesting-Index des Profil-L-Filters
i: Abschnittslänge
k: Anzahl Abschnitte
m: Auswertelänge
n: Assoziationsverfahren und Element des Profil-F-Operators
p: Nesting-Index des Profil-F-Operators
q: Verfahren der Profilerfassung
r: Platzhalter für das OR(n)-Symbol für andere Anforderungen
s: Fertigungsprozess
t: Oberflächenrillen und Richtung der Bearbeitungsspuren
u: Profilrichtung (Messrichtung)

Unsere Seminare

ISO 21920 sicher anwenden

Lernen Sie, Oberflächen so zu spezifizieren, dass Bauteile zuverlässig funktionieren und Reklamationen vermieden werden.

  • Oberflächen funktionsgerecht spezifizieren
  • Technische Zeichnungen nach ISO 21920 sicher erstellen
  • Geeignete Rauheitskennwerte auswählen
  • Messberichte richtig interpretieren
  • Reklamationen vermeiden
  • Fertigungskosten durch passende Spezifikationen reduzieren
  • Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung auf eine gemeinsame Basis stellen

FAQ

Häufige Fragen zu
Oberflächenangaben in technischen Zeichnungen

Die ISO 21920 ist die aktuelle Norm für die Spezifikation und Messung der Oberflächenrauheit. Sie ersetzt die bisherigen Normen wie ISO 1302, ISO 4287, ISO 4288, ISO 13565-2, ISO 13565-3 und definiert neue Regeln für Oberflächenangaben auf technischen Zeichnungen.

Die ISO 21920 führt neue Oberflächensymbole, Default-Regeln und Spezifikationsmöglichkeiten ein. Dadurch werden Oberflächen eindeutiger beschrieben und Messergebnisse besser vergleichbar.

Der Rauheitskennwert Ra reicht häufig nicht aus, um die Funktion einer Oberfläche zu beschreiben. Er erfasst lediglich die mittlere Rauheit und besitzt keinen Funktionsbezug. Für viele technische Anwendungen – beispielsweise hinsichtlich Dichtheit, Reibung, Verschleiß oder Haftung – sind daher funktionsorientierte Rauheitskennwerte erforderlich.

Das hängt von der Bauteilfunktion ab. Neben Ra kommen häufig Rz, Rmr, Rp, Rv, Rpk, Rk, Rvk, Rsk, Rq, Rdq uvm. zum Einsatz. Entscheidend ist, die Kennwerte passend zur Funktion auszuwählen.

Das neue Symbol nach ISO 21920 ermöglicht neben dem Rauheitskennwert auch Angaben zu Messbedingungen und Bewertungsregeln. Dadurch werden Oberflächen eindeutig spezifiziert.

Werden bestimmte Angaben nicht gemacht, gelten automatisch die Default-Regeln der ISO 21920. Sie betreffen unter anderem Filter, Messstrecken und Bewertungsregeln.

Je nach Anwendung können Angaben zur Messrichtung, Filtereinstellung, Messstrecke oder Bewertungsregel erforderlich sein. Die ISO 21920 legt fest, welche Informationen benötigt werden.

Rmr eignet sich besonders für tragende und dichtende Oberflächen. Er beschreibt den Materialanteil der Oberfläche und ist für viele Funktionsflächen aussagekräftiger als Ra. Auch für Presssitze ist er hervorragend geeignet, sowie für alle Verbindungen, die sich durch äußere Beanspruchungen nicht lösen sollen.

Eine allgemeingültige Rauheit gibt es nicht. Sie hängt von Dichtung, Werkstoff und Einsatzbedingungen ab. Häufig sind Rz oder Rmr wichtiger als Ra.

Ausgangspunkt ist immer die Bauteilfunktion. Erst daraus werden geeignete Rauheitskennwerte, Grenzwerte und Messbedingungen nach ISO 21920 festgelegt. So lassen sich Funktion, Fertigung und Qualität optimal aufeinander abstimmen.