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Prüflabor in Karlsruhe für
Reibwertprüfungen von Schrauben

Um das Reibverhalten von Schrauben zu ermitteln und verlässliche Konstruktionsdaten zu erhalten, müssen die Reibwerte messtechnisch bestimmt werden. Da dieser von verschiedenen Faktoren wie Gewinde, Oberflächenrauheit, Beschichtung, Schmierung und Anpressdruck abhängt, kann er nur durch eine Messung mit speziellen Prüfmaschinen ermittelt werden.

Gemessen wird der Reibwert im Gewinde, unter dem Kopf oder der Mutter. Die Ergebnisse sind entscheidend für die Vorspannung, die Montagesicherheit und die Funktionszuverlässigkeit.

Als Steinbeis-Transferzentrum bieten wir die Bestimmung des Reibwerts von Schraubverbindungen gemäß den entsprechenden Normen als Dienstleistung an.

Metallschrauben und Verbindungselemente für industrielle Anwendungen

FAQ

Fragen und Antworten für die
Reibwertprüfung an Schrauben

Bei der Reibwertprüfung von Schrauben wird der Reibungskoeffizient zwischen Gewinde und Auflageflächen bestimmt. Dieser hat nämlich einen entscheidenden Einfluss auf die beim Anziehen erreichte Vorspannkraft. Beim Anziehen einer Schraube wird nur ein kleiner Teil des aufgebrachten Drehmoments in Klemmkraft umgesetzt, während der Großteil durch Reibung verloren geht. Schwankungen im Reibwert können daher dazu führen, dass bei gleichem Anziehdrehmoment entweder zu geringe oder zu hohe Vorspannkräfte entstehen. Mithilfe der Reibwertprüfung wird sichergestellt, dass Schrauben, Beschichtungen und Schmierungen definierte Anforderungen erfüllen und Verschraubungen reproduzierbar und sicher montiert werden können. Die Prüfung dient somit der Qualitätssicherung, der Vermeidung von Montagefehlern und Schäden wie Schraubenbruch oder Lockerung sowie dem Nachweis der Einhaltung von Normen und Spezifikationen.

  • Gewindereibwert μG
  • Kopfauflagenreibwert μK oder Mutterauflagenreibwert
  • Gesamtreibwert
  • Zusammenhang zwischen Drehmoment, Reibung und Vorspannkraft
  • DIN EN ISO 16047:2025
  • VW 01131:2018
  • MBN 10544:2019
  • VDA 235-101:2021
  • VDA 235-203:2005

Die Ermittlung des Reibwertes von Schrauben erfolgt mit speziellen Prüfmaschinen unter praxisnahen Bedingungen. Dabei werden beim Anziehen einer Schraube neben dem Drehmoment auch die Vorspannkraft sowie Gewinde- und Auflagereibung gemessen, um den Reibwert zu bestimmen. Einflussfaktoren wie Oberflächenbeschaffenheit und Anziehdrehzahl können das Ergebnis beeinflussen und werden berücksichtigt. Die Vorgehensweise ist in der DINISO 16047 beschrieben, während praxisorientierte Vorgaben, etwa aus der Mercedes-Benz Group Norm MBN 10544, besonders reale Montagebedingungen und deren Einfluss auf Reibwerte berücksichtigen.

Die Reibung in den Kontaktflächen von Schraube, Mutter und Fügeteil verhindert ein selbsttätiges Lösen der Verbindung und muss daher einstellbar und prüfbar sein. Damit das Reibmoment größer als das Selbstlösemoment bleibt, sind Prüfungen nach Normen und Werksvorschriften erforderlich. Besonders bei der Entwicklung von Schraubenbeschichtungen ist die Überprüfung der Reibwerte wichtig, da sie die Grundlage für sichere Anziehempfehlungen und den Zusammenhang zwischen Vorspannkraft, Reibwert und Anziehdrehmoment bildet.

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