Schichtdickenmessung

Bei der Schichtdickenmessung wird die Dicke von Beschichtungen, Überzügen und Schichtsystemen präzise bestimmt. Je nach Beschichtungsart, Grundwerkstoff und Schichtdicke kommen unterschiedliche Messverfahren zum Einsatz. Mit diesen können sowohl Einzelschichten als auch Mehrschichtsysteme im Mikro- bis Nanometerbereich untersucht werden.

Die Schichtdicke ist eine wesentliche Kenngröße für die Funktion und Lebensdauer beschichteter Bauteile. Sie kann unter anderem den Korrosions- und Verschleißschutz sowie die mechanischen, elektrischen und optischen Eigenschaften beeinflussen. Eine ausreichende und gleichmäßige Schichtdicke ist daher insbesondere bei Schutz- und Funktionsschichten von großer Bedeutung.

Die Schichtdickenmessung wird vor allem zur Qualitätssicherung, zur Überprüfung von Spezifikationen und Normanforderungen, zur Bewertung von Beschichtungen sowie zur Optimierung von Beschichtungs- und Fertigungsprozessen eingesetzt.

Als Auftragslabor bestimmen wir Schichtdicken mit verschiedenen Messverfahren. Je nach Grundwerkstoff, Beschichtung und Fragestellung wählen wir das geeignete Verfahren aus. Bei Bedarf kombinieren wir die Schichtdickenmessung mit weiteren Oberflächen-, Werkstoff- und Schadensanalysen.

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Schichtdickenmessung folgender Beschichtungsarten

Eloxalschichten entstehen durch anodische Oxidation von Aluminium und bilden eine harte, schützende Oxidschicht. Sie sind korrosionsbeständig und dekorativ einfärbbar.

Um eine Eloxalschicht zu messen, stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Besonders geeignet ist das Wirbelstrom-Verfahren. Dieses Verfahren ermöglicht eine schnelle und zerstörungsfreie Bestimmung der Dicke nichtleitender Eloxalschichten auf Aluminium. Darüber hinaus eignet es sich zur Messung der Schichtdickenverteilung an verschiedenen Positionen eines Bauteils.

Für eine detaillierte Untersuchung kann die Eloxalschicht am Querschliff direkt mikroskopisch vermessen werden. Dabei lassen sich gleichzeitig Schichtaufbau, Gleichmäßigkeit, Grenzfläche und mögliche Fehlstellen beurteilen.

Chrombeschichtungen werden eingesetzt, um Bauteile vor Verschleiß und Korrosion zu schützen, ihre Reibungs- und Verschleißeigenschaften zu verändern oder eine hochwertige, dekorative Oberfläche zu erzeugen.

Wir bestimmen die Dicke von Chromschichten und untersuchen bei Bedarf den vollständigen Schichtaufbau. So lässt sich feststellen, ob eine Beschichtung den vorgegebenen Anforderungen entspricht, gleichmäßig aufgebracht wurde oder ob Beschichtungsfehler vorliegen.

Je nach Grundwerkstoff, Schichtaufbau, Schichtdicke und Fragestellung stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. So kann eine Chromschicht magnetinduktiv, mittels Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA/XRF) oder durch eine mikroskopische Schichtdickenmessung am Querschliff bestimmt werden. Welches Verfahren am besten geeignet ist, hängt insbesondere vom Grundwerkstoff ab. Zudem ist entscheidend, ob eine einzelne Chromschicht oder ein mehrlagiges Schichtsystem untersucht werden soll.

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