Schichtdickenmessung
Die Schichtdickenmessung dient dazu die Schichtdicke von Beschichtungen und Überzügen exakt zu bestimmen. In unserem Labor messen wir Schichtdicken von Einzelschichten bis hin zu komplexen Mehrlagensystemen im Mikro- und Nanometerbereich zuverlässig. So stellen Sie sicher, dass Ihre Bauteile alle technischen Anforderungen erfüllen.
Als Steinbeis-Transferzentrum bieten wir die Schichtdickenmessung als Dienstleistung an. Dabei wählen wir für jedes Schichtsystem das optimal geeignete Messverfahren.
- Galvanische Beschichtungen
- Chromschichten
- Zinkschichten
- Eloxalschichten
- Oxidschichten
- Lackschichten
- Pulverbeschichtungen
- PVD-Beschichtungen
- CVD-Beschichtungen
- Thermische Spritzschichten
Die Schichtdickenmessung dient der Bestimmung der Dicke von Beschichtungen und metallischen Überzügen auf einem Grundwerkstoff. Je nach Beschichtungsart, Substratmaterial und Schichtdicke kommen unterschiedliche Messverfahren zum Einsatz. Dabei lassen sich sowohl Einzelschichten als auch Schichtsysteme im Mikrometer- bis Nanometerbereich präzise erfassen.
Ein wesentlicher Zweck der Schichtdickenmessung ist die Qualitätssicherung. In der Produktion stellt sie sicher, dass Beschichtungen, wie beispielsweise Lacke, metallische Überzüge oder funktionale Schichten, den vorgegebenen Spezifikationen entsprechen. Eine gleichmäßige und ausreichende Schichtdicke ist dabei entscheidend für die Funktion und Haltbarkeit beschichteter Bauteile.
Darüber hinaus ist die Schichtdickenmessung ein wichtiges Instrument im Korrosionsschutz. Schutzschichten müssen eine definierte Mindestdicke aufweisen, um das Grundmaterial zuverlässig vor Korrosion zu schützen. Auch bei Schutz- und Funktionsschichten spielt die Schichtdicke eine zentrale Rolle, da sie die mechanischen, elektrischen oder optischen Eigenschaften gezielt beeinflusst, beispielsweise in der Elektronik oder Optik.
Ergebnisse für Schichtdickenmessung
Galvanische Beschichtungen entstehen durch elektrochemische Abscheidung von Metallen auf leitfähigen Werkstoffen. Sie dienen vor allem dem Korrosionsschutz und der Verbesserung der Oberfläche.
Beispiele:
- Leiterplatten in der Elektronik (Kupferbeschichtung)
- Steckkontakte (Vergoldung für bessere Leitfähigkeit)
- Hydraulikkomponenten (Korrosionsschutz)
Chromschichten werden meist galvanisch aufgebracht und bieten hohe Härte sowie Verschleiß- und Korrosionsschutz. Sie werden oft für dekorative oder technische Zwecke eingesetzt.
Beispiele:
- Kolbenstangen in Hydraulikzylindern
- Walzen in der Druckindustrie
- Formenbau (Verschleißschutz)
Zinkschichten schützen Stahl vor Korrosion, da Zink als „Opferanode“ wirkt und zuerst oxidiert. Sie werden häufig durch galvanisches Verzinken oder Feuerverzinken erzeugt.
Beispiele:
- Karosserieteile in der Automobilindustrie
- Befestigungselemente im Maschinenbau
- Stahlkonstruktionen im Außenbereich
Eloxalschichten entstehen durch anodische Oxidation von Aluminium und bilden eine harte, schützende Oxidschicht. Sie sind korrosionsbeständig und dekorativ einfärbbar.
Beispiele:
- Gehäuse von Mess- und Steuergeräten
- Luftfahrtbauteile aus Aluminium
- Führungen in Automationsanlagen
Oxidschichten bilden sich durch Reaktion von Metallen mit Sauerstoff und können gezielt erzeugt werden. Sie schützen oft vor weiterer Korrosion oder verbessern Eigenschaften wie Haftung.
Beispiele:
- Schutzschichten
- Halbleiterbauelemente
- Hochtemperaturbauteile
Pulverbeschichtungen werden elektrostatisch aufgetragen und anschließend eingebrannt, wodurch eine robuste, gleichmäßige Schicht entsteht. Sie sind besonders umweltfreundlich, da keine Lösungsmittel nötig sind.
Beispiele:
- Gehäuse von Elektroschränken
- Landmaschinenbauteile
- Metallmöbel für Industrie
PVD (Physical Vapor Deposition) ist ein Vakuumverfahren, bei dem Materialien verdampft und als dünne Schicht abgeschieden werden. Diese Schichten sind sehr hart und verschleißfest.
Beispiele:
- Schneidplatten in der Zerspanung
- Medizintechnische Instrumente
- Beschichtungen in der Mikroelektronik
CVD (Chemical Vapor Deposition) basiert auf chemischen Reaktionen in der Gasphase, die eine feste Schicht auf der Oberfläche bilden. Die Schichten sind meist sehr gleichmäßig und temperaturbeständig.
Beispiele:
- Beschichtung von Werkzeugen
- Herstellung von Solarzellen
- Schutzschichten
Lackschichten sind flüssig aufgetragene Beschichtungen, die nach dem Trocknen oder Aushärten eine schützende und dekorative Schicht bilden. Sie schützen vor Korrosion, UV-Strahlung und mechanischen Einflüssen.
Beispiele:
- Beschichtung von Maschinengehäusen
- Korrosionsschutz für Tanks und Rohrleitungen
- Schiffsbeschichtungen (Antifouling-Lacke)
Bei thermischen Spritzschichten werden geschmolzene oder erhitzte Partikel auf eine Oberfläche gespritzt und erstarren dort. Sie dienen oft als Verschleiß-, Korrosions- oder Wärmeschutz.
Beispiele:
- Beschichtung von Turbinen (z. B. Wärmedämmschichten)
- Verschleißschutz von Pumpen und Ventilen
- Reparatur von Wellen und Lagerstellen
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