Schichtdickenmessung
Sie möchten die Schichtdicke Ihrer Beschichtung messen lassen? In unserem Auftragslabor in Karlsruhe bestimmen wir die Dicke von Beschichtungen, Überzügen und Schichtsystemen. Wir untersuchen beispielsweise Eloxal-, Lack-, Chrom- und Zinkschichten sowie PVD- und CVD-Beschichtungen. Das passende Messverfahren wählen wir anhand des Grundwerkstoffs, der Beschichtung und Ihrer konkreten Prüfaufgabe aus.
Ob zur Qualitätssicherung, zur Überprüfung vorgegebener Schichtdicken oder zur Untersuchung von Beschichtungsfehlern: Wir messen einzelne Schichten und analysieren mehrlagige Schichtsysteme. Je nach Material und Fragestellung kommen zerstörungsfreie Verfahren oder mikroskopische Messungen am Querschliff zum Einsatz.

Fragen Sie Ihre Schichtdickenmessung direkt bei uns an. Beschreiben Sie möglichst den Grundwerkstoff, die Beschichtung und das Ziel der Untersuchung. Wir stimmen das passende Vorgehen mit Ihnen ab und erstellen ein individuelles Angebot für Ihre Prüfaufgabe. Bei Bedarf kombinieren wir die Schichtdickenmessung mit weiteren Oberflächen-, Werkstoff- und Schadensanalysen.
- Eloxalschichten
- Chromschichten
- Lackschichten
- Passivierungsschichten
- PVD-Beschichtungen
- CVD-Beschichtungen
- Galvanische Beschichtungen
- Zinkschichten
- Pulverbeschichtungen
- Thermische Spritzschichten
Schichtdickenmessung folgender Beschichtungsarten
Eloxalschichten entstehen durch anodische Oxidation von Aluminium und bilden eine harte, schützende Oxidschicht. Sie sind korrosionsbeständig und dekorativ einfärbbar.
Um eine Eloxalschicht zu messen, stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Besonders geeignet ist das Wirbelstrom-Verfahren. Dieses Verfahren ermöglicht eine schnelle und zerstörungsfreie Bestimmung der Dicke nichtleitender Eloxalschichten auf Aluminium. Darüber hinaus eignet es sich zur Messung der Schichtdickenverteilung an verschiedenen Positionen eines Bauteils.
Für eine detaillierte Untersuchung kann die Eloxalschicht am Querschliff direkt mikroskopisch vermessen werden. Dabei lassen sich gleichzeitig Schichtaufbau, Gleichmäßigkeit, Grenzfläche und mögliche Fehlstellen beurteilen.
Chrombeschichtungen werden eingesetzt, um Bauteile vor Verschleiß und Korrosion zu schützen, ihre Reibungs- und Verschleißeigenschaften zu verändern oder eine hochwertige, dekorative Oberfläche zu erzeugen.
Wir bestimmen die Dicke von Chromschichten und untersuchen bei Bedarf den vollständigen Schichtaufbau. So lässt sich feststellen, ob eine Beschichtung den vorgegebenen Anforderungen entspricht, gleichmäßig aufgebracht wurde oder ob Beschichtungsfehler vorliegen.
Je nach Grundwerkstoff, Schichtaufbau, Schichtdicke und Fragestellung stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. So kann eine Chromschicht magnetinduktiv, mittels Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA/XRF) oder durch eine mikroskopische Schichtdickenmessung am Querschliff bestimmt werden. Welches Verfahren am besten geeignet ist, hängt insbesondere vom Grundwerkstoff ab. Zudem ist entscheidend, ob eine einzelne Chromschicht oder ein mehrlagiges Schichtsystem untersucht werden soll.
Lackschichten sind flüssig aufgetragene Beschichtungen, die nach dem Trocknen oder Aushärten eine schützende und dekorative Schicht bilden. Sie schützen vor Korrosion, UV-Strahlung und mechanischen Einflüssen.
Um eine Lackschicht zu messen, stehen je nach Grundwerkstoff unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. So kann die Lackschicht auf Stahl beispielsweise schnell und zerstörungsfrei magnetinduktiv gemessen werden. Auf elektrisch leitfähigen Nichteisenmetallen wie Aluminium wird das Wirbelstrom-Verfahren eingesetzt.
Für eine detaillierte Untersuchung kann die Lackschicht am Querschliff mikroskopisch vermessen werden. Dabei lassen sich auch mehrlagige Lacksysteme, Grenzflächen und mögliche Beschichtungsfehler analysieren. Vorteilhaft ist hier insbesondere, dass dies an allen Substraten funktioniert, also auch Lack auf Kunststoff.
Oxidschichten bilden sich durch Reaktion von Metallen mit Sauerstoff und können gezielt erzeugt werden. Sie schützen oft vor weiterer Korrosion oder verbessern Eigenschaften wie Haftung.
Beispiele:
- Schutzschichten
- Halbleiterbauelemente
- Hochtemperaturbauteile
PVD (Physical Vapor Deposition) ist ein Vakuumverfahren, bei dem Materialien verdampft und als dünne Schicht abgeschieden werden. Diese Schichten sind sehr hart und verschleißfest.
Beispiele:
- Schneidplatten in der Zerspanung
- Medizintechnische Instrumente
- Beschichtungen in der Mikroelektronik
Galvanische Beschichtungen entstehen durch elektrochemische Abscheidung von Metallen auf leitfähigen Werkstoffen. Sie dienen vor allem dem Korrosionsschutz und der Verbesserung der Oberfläche.
Beispiele:
- Leiterplatten in der Elektronik (Kupferbeschichtung)
- Steckkontakte (Vergoldung für bessere Leitfähigkeit)
- Hydraulikkomponenten (Korrosionsschutz)
CVD (Chemical Vapor Deposition) basiert auf chemischen Reaktionen in der Gasphase, die eine feste Schicht auf der Oberfläche bilden. Die Schichten sind meist sehr gleichmäßig und temperaturbeständig.
Beispiele:
- Beschichtung von Werkzeugen
- Herstellung von Solarzellen
- Schutzschichten
Zinkschichten schützen Stahl vor Korrosion, da Zink als „Opferanode“ wirkt und zuerst oxidiert. Sie werden häufig durch galvanisches Verzinken oder Feuerverzinken erzeugt.
Beispiele:
- Karosserieteile in der Automobilindustrie
- Befestigungselemente im Maschinenbau
- Stahlkonstruktionen im Außenbereich
Pulverbeschichtungen werden elektrostatisch aufgetragen und anschließend eingebrannt, wodurch eine robuste, gleichmäßige Schicht entsteht. Sie sind besonders umweltfreundlich, da keine Lösungsmittel nötig sind.
Beispiele:
- Gehäuse von Elektroschränken
- Landmaschinenbauteile
- Metallmöbel für Industrie
Bei thermischen Spritzschichten werden geschmolzene oder erhitzte Partikel auf eine Oberfläche gespritzt und erstarren dort. Sie dienen oft als Verschleiß-, Korrosions- oder Wärmeschutz.
Beispiele:
- Beschichtung von Turbinen (z. B. Wärmedämmschichten)
- Verschleißschutz von Pumpen und Ventilen
- Reparatur von Wellen und Lagerstellen
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