Zugfestigkeit (Rm)
Die Zugfestigkeit gibt an, welche maximale Zugspannung ein Werkstoff aushält, bevor er reißt oder bricht. Sie ist einer der wichtigsten Kennwerte zur Beurteilung der mechanischen Belastbarkeit eines Materials.
Ermittelt wird die Zugfestigkeit im Zugversuch, bei dem eine Probe kontrolliert auseinandergezogen wird. Das Ergebnis zeigt, wie widerstandsfähig ein Werkstoff gegenüber Zugkräften ist und ob er sich für eine bestimmte Anwendung eignet.
Die Zugfestigkeit wird unter anderem für die Werkstoffauswahl, die Qualitätssicherung und die Auslegung sicherer Bauteile genutzt. Sie hilft dabei, Materialversagen zu vermeiden, die Betriebssicherheit zu erhöhen und eine zuverlässige Funktion von Konstruktionen und Produkten sicherzustellen.
Wir bestimmen im Steinbeis-Transferzentrum die Zugfestigkeit anhand normkonformer Zugproben als Dienstleistung.
Mithilfe des Zugversuchs wird das mechanische Verhalten eines Werkstoffs unter Zugbelastung analysiert und es werden grundlegende Kennwerte für Konstruktion, Auslegung und Qualitätssicherung bestimmt.
Anhand des Zugversuchs lässt sich beurteilen, wie belastbar, elastisch oder duktil ein Werkstoff ist und wie er sich unter realen Beanspruchungen verhält. Die gewonnenen Ergebnisse liefern verlässliche Aussagen zur Sicherheit und Einsatzfähigkeit von Bauteilen und zeigen, ob die Materialien den technischen, normativen und sicherheitsrelevanten Anforderungen entsprechen.
Der Zugversuch wird in nahezu allen Industriezweigen eingesetzt, beispielsweise in der Metall- und Kunststoffverarbeitung, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Automobil- und Luftfahrtindustrie. Er dient unter anderem dazu, Werkstoffe zu vergleichen, Wärmebehandlungen zu überprüfen und Materialfehler frühzeitig zu erkennen.
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