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Härteprüfung nach Vickers

Die Vickers-Härteprüfung dient der Bestimmung der Härte homogener Werkstoffe mit niedriger bis hoher Härte. Dabei wird eine vierseitige Pyramide als Prüfkörper in das Bauteil eingedrückt und der Eindringwiderstand ermittelt. Im Anschluss wird die Größe des bleibenden Härteeindrucks optisch gemessen und daraus die Vickers-Härte (HV) berechnet. Die Härteprüfung nach Vickers gehört zu den optischen Messverfahren.


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Bei der Härteprüfung nach Vickers wird eine vierseitige Pyramide als Prüfkörper mit einer definierten Kraft in das zu prüfende Bauteil eingedrückt. Anschließend wird der bleibende, quadratische Eindruck des Prüfkörpers lichtoptisch vermessen. Dazu werden die Längen der beiden Diagonalen des Eindrucks gemessen und daraus der Härtewert berechnet. Je kleiner der Eindruck ist, desto härter ist der geprüfte Werkstoff. Seit der Veröffentlichung der ISO 6507:2018 dürfen Vickers-Härtewerte nur noch bei Diagonalenlängen von 0,020 bis 1,400 mm ermittelt werden. Daher wird die sogenannte Mikrohärte Vickers in der Regel mit der instrumentierten Eindringprüfung bestimmt. Dabei wird die Härte aus dem gemessenen Kraft-Weg-Verlauf ermittelt. Die Einheit der ermittelten Härte ist kp/mm² und wird mit dem Verfahrensnamen Vickers bezeichnet (HV = Vickershärte). Bei Härteangaben ist es wichtig, die Prüfkraft anzugeben, mit der die Härte ermittelt wurde, da eine Abhängigkeit zwischen Härtewert und Prüfkraft besteht. So wird die Härte einer Härteprüfung mit einer Prüfkraft von 9,81 N beispielsweise mit HV1 angegeben, also 350 HV1.

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