Digitalmikroskop Keyence VHX-X1
Das Digitalmikroskop VHX-X1 von Keyence dient dazu mikroskopische Bildaufnahmen von Probenoberflächen anzufertigen. Mit diesem können durch Bildzusammensetzung (Stitching) dreidimensionale Oberflächenstrukturen mit sehr großer Vergrößerung erfasst werden. Die Auswertesoftware ermöglicht Konturmessungen im Bild, so dass neben Längen und Winkel auch Flächenanateile sehr genau bestimmt werden können. Digitalmikroskope eignen sich durch die hohe Tiefenschärfe hervorragend für Verschleißuntersuchungen und durch die Möglichkeit der Bildzusammensetzung für die Dokumentation von größeren Bereichen. Man kann damit sehr gut kleine Strukturen untersuchen und leicht Risse oder Löcher feststellen.
Typische Einsatzbereiche sind:
- 2D-/3D-Vermessung von Bauteilen und Strukturen durchführen
- Oberflächenrauheit und Kratzer beurteilen
- Risse, Poren und Materialfehler erkennen
- Partikel- und Restschmutzanalysen durchführen
- Schichtdicken und Beschichtungen messen
- Erkennen kleinster Oberflächenfehler, Kratzer, Risse oder Partikel
- Vermessen von Bauteilen in 2D und 3D
- Vergleich von Referenz- und Prüfteilen zur automatischen Erkennung von Abweichungen
- Analyse komplexer Oberflächen mit hoher Tiefenschärfe
- Untersuchung metallischer Werkstoffe und Gefügestrukturen
- Restschmutz- und Partikelanalysen nach Norm
- Dokumentation und Reproduzierbarkeit von Messungen

Mikroskopische Aufnahme
- 1/1,8-Zoll-CMOS-Sensor mit 3,19 Megapixel
- Bildauflösung: 2048 × 1536 Pixel
- Hochauflösungsmodus bis 6144 × 4608 Pixel über motorisierte Tischverschiebung
- 16-Bit-HDR-Aufnahme über RGB-Daten jedes Pixels
- Elektronische Verschlusszeiten von 1/60 s bis 1/19.000 s
- Langzeitbelichtung („Supercharge Shutter“) von 0,02 s bis 16 s in 0,01-s-Schritten
Bei einem Digitalmikroskop handelt es sich um ein Lichtmikroskop, bei dem die optische Erfassung des Bildes nicht durch die Augen, sondern durch lichtempfindliche Dioden erfolgt. Das Bild kann nachher an einem Display betrachtet und ggfs. vermessen werden. Die optische Vergrößerung wird durch ein Hintereinanderschalten von Linsen erzeugt, wodurch bei diesem Gerät Vergrößerungen bis zu 2500x möglich sind. Die vergrößerte Darstellung der Probe wird durch Bündelung des sichtbaren Lichts durch zwei Linsensysteme, das Objektiv- und das Okularsystem, erreicht. Die Linsen sind so angeordnet, dass das vom Objektiv erzeugte Bild, das Zwischenbild, im Brennpunkt des Okulars liegt. Der Betrachter sieht durch das Okular ein vergrößertes, virtuelles Abbild des reellen Bildes.