FTIR-Spektrometer Bruker Alpha II
Ein FTIR-Spektrometer dient zur Analyse und Identifikation von Materialien anhand ihrer Wechselwirkung mit infraroter Strahlung. Es wird in der Infrarotspektroskopie eingesetzt, um charakteristische Molekülschwingungen organischer Substanzen zu erfassen und als Spektren darzustellen. Durch den Vergleich dieser Spektren mit Datenbanken können verschiedene Materialien wie Kunststoffe, Elastomere, Fasern, Partikel, Öle, Fette und weitere organische Substanzen bestimmt und charakterisiert werden.
Wir bieten Analysen mittels FTIR-Spektrometer als Dienstleistung an
- Werkstoffbestimmung von Kunststoffen
- Untersuchung von organischen Substanzen
- Analyse von Verunreinigungen wie Fette, Öle, Reinigungs- und Schmiermittel
- Analysen von Partikeln und Fasern
- Kunststoffanalyse: Die IR-Spektroskopie wird zur Analyse von Polymeren, Kunststoffen und anderen Werkstoffen eingesetzt.
- Analyse organische Verunreinigungen: Die Infrarotspektroskopie wird dazu eingesetzt um organische Verunreinigungen bzw. Ablagerungen auf Oberflächen (Flecken) zu analysieren und somit die Herkunft derer zu ermitteln.
- Identifikation von Verbindungen: Bestimmung der chemischen Struktur und Identifikation von funktionellen Gruppen in organischen und anorganischen Verbindungen.
- Qualitative Materialanalyse: Das Spektrometer ermöglicht qualitative Materialanalyse von Proben, indem es Informationen über die Zusammensetzung, Struktur und funktionelle Gruppen liefert.

IR Spektrum
- ATR-Modul mit Diamant-ATR-Kristall
- ATR-Modul mit Diamant-Ge-Kristall
- Reflexionsmodul
- Diodenlaser mit spektraler Auflösung: < 2 1/cm
- ATR Modul
- Diamant ATR-Kristall mit Spektralbereich 350-8.000 1/cm
- Ge-Kristall mit Spektralbereich 550-5.000 1/cm
- Max. Probenhöhe: 20 mm
- Reflexionsmodul
- Spektralbereich: 350-8.000 1/cm
- Messfleck Durchmesser 3 mm, 5 mm
- Integrierte Videokamera
Bei der Infrarotspektroskopie werden Molekülschwingungen durch elektromagnetische Wellen im Infrarotbereich angeregt und gemessen. Die Infrarotspektroskopie (IR-Spektroskopie) basiert auf der Tatsache, dass die meisten Moleküle Licht im infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums absorbieren und die absorbierte Energie in Molekülschwingungen umwandeln. Diese Absorption ist charakteristisch für die chemischen Bindungsverhältnisse eines Materials. Als Ergebnis erhält man ein für das Material charakteristisches IR-Spektrum, mit dem organische und anorganische Proben chemisch identifiziert werden können.
Bei der Infrarotspektroskopie wird Strahlung im mittleren Infrarotbereich – angegeben als Kehrwert der Wellenlänge, der sogenannten Wellenzahl in 1/cm – in eine Substanz eingestrahlt. Bestimmte Wellenlängen werden vom Material absorbiert, da ihre Energie bestimmte Molekülgruppen zu Schwingungen anregt. Im aufgenommenen Spektrum finden sich dann bei diesen Energien Absorptionsbanden. Das Infrarotspektrum ist wie ein Fingerabdruck charakteristisch für das untersuchte Molekül und kann beispielsweise zur Identifizierung von Stoffen verwendet werden.
Die häufigste Variante der IR-Spektroskopie ist die Fourier-Transformations-Infrarotspektroskopie (FTIR). Bei dieser Messmethode werden in wesentlich kürzerer Messzeit als bei dispersiven Spektrometern Interferogramme der zu untersuchenden Substanz aufgenommen, aus denen durch Fouriertransformation Infrarotspektren mit charakteristischen Peaks gewonnen werden. Die FTIR-Technik deckt ein breites Spektrum chemischer Anwendungen ab, von der einfachen Identifizierung chemischer Verbindungen bis hin zur Prozesskontrolle, insbesondere für Polymere und organische Verbindungen. Darüber hinaus hat sich die FTIR-Spektroskopie bei der Qualitätskontrolle industriell hergestellter Polymere und der verwendeten Rohstoffe bewährt.