Tribometer Anton Paar TRB³
Mit dem Tribometer TRB³ wird der Reibwert von Reibpaarungen und die Abriebfestigkeit von Materialien und Beschichtungen bestimmt. Diese Systemeigenschaften können nur experimentell ermittelt werden, da sowohl Reibung als auch Abriebfestigkeit keine Materialkennwerte sind und von vielen Faktoren abhängen. Bei einem Tribometer lassen sich die Einflussfaktoren wie Kontaktpressung, Gleitgeschwindigkeit, Schmierstoff, Prüfdauer und Verschleißweg gezielt untersuchen.
In einem Tribometer wird ein Prüfkörper mit definierter Normalkraft auf einen Grundkörper gedrückt und bewegt, während die Reibkraft kontinuierlich gemessen wird. Aus dem Kräfteverhältnis wird der Reibwert µ bestimmt, mit dem sich Reibungs- und Verschleißverhalten ermitteln lassen. Die Bestimmung von Reibungskoeffizient und Verschleißfestigkeit dient dazu, das Verhalten von Kontaktoberflächen zu verstehen sowie die Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit technischer Systeme zu verbessern.
Wir bieten Reibwertmessungen und Abriebtests mittels Tribometer als Dienstleistung an:
- Haftreibungskoeffizient (statischer Reibungskoeffizient)
- Gleitreibungskoeffizient (dynamischer Reibungskoeffizient)
- Abriebfestigkeit
- Verschleißfestigkeit
- Verschleißrate
- Pin on disc (Stift Scheibe)
- Ball on disc (Kugel Scheibe)
- Pin on plate (Stift Platte)
- Spezifisches Tribosystem
- Rotierend kontinuierlich
- Rotierend oszillierend
- Translatorisch oszillierend

links: Probe rotierend kontinuierlich Mitte: Probe rotierend oszillierend rechts: Probe translatorisch oszillierend
- ASTM G99
- ASTM G115
- ASTM G133
- Normalkraft: max. 60 N
- Reibkraft: max. 20 N
- Prüfkörper Kugel: verschiedene Durchmesser und Werkstoffe
- Prüfkörper: individuelle Geometrie und Werkstoffe
- Temperatur: bis 150°C (= Schmierstoff)
- Schwingungsamplitude: ± 2 bis ± 30 mm
- Mittlere Geschwindigkeit: 0,08 – 336 mm/s
- Reibradius: max. 40 mm
- Drehzahl: 0,2 bis 2000 1/min
- Winkelschwingamplitude: ± 2° bis ± 150°
Mit dem Abriebtest wird die Beständigkeit eines Werkstoffs oder einer Beschichtung gegen Abrieb durch mechanische Einwirkung bestimmt. Diese Eigenschaft ist entscheidend für die Beurteilung der Lebensdauer, Funktionalität und Qualität von Produkten – insbesondere in Bereichen, in denen Materialien mechanischer Beanspruchung durch Reibung ausgesetzt sind. Beim Abriebtest wird untersucht, wie gut ein Werkstoff wiederholtem Reiben oder Kontakt mit anderen Oberflächen widersteht. Diese Prüfung ist in vielen Bereichen wichtig, da sie Aufschluss über die Haltbarkeit und Lebensdauer von Werkstoffen unter realen Einsatzbedingungen gibt.
Bei einem Tribometer wird ein Prüfkörper mit geeigneter Geometrie unter definierten Bedingungen mit einem Grundkörper in Kontakt gebracht, entweder mit oder ohne Schmierstoff. Anschließend überstreicht der Prüfkörper den Grundkörper mit einer bestimmten Gleitgeschwindigkeit. Nach einem bestimmten Verschleißweg wird der Abrieb an beiden Reibpartnern durch optische Messungen oder gravimetrisch bestimmt und daraus die Verschleißrate berechnet. Damit kann auch der Einfluss von Schmierstoffen bei unterschiedlichen Temperaturen untersucht werden.
Zur Ermittlung des Reibwertes wird ein Prüfkörper mit definierter Gleitgeschwindigkeit und Anpresskraft über die Oberfläche eines Grundkörpers bewegt. Anschließend wird aus dem Verhältnis von Reibungskraft zu Normalkraft der Reibungskoeffizient µ ermittelt. Diese Reibwertermittlung kann im Trockenlauf oder mit Schmierstoff durchgeführt werden. Dabei bewegt sich der Prüfling translatorisch oder rotatorisch mit einer Relativgeschwindigkeit. Dabei wird die Tangentialkraft FT (Reibungskraft) gemessen. Aus dem Verhältnis dieser Kraft zur Normalkraft FN wird der Reibungskoeffizient bzw. Reibwert µ bestimmt. Der Reibungskoeffizient unmittelbar vor Beginn der Bewegung wird als Haftreibungskoeffizient (statischer Reibungskoeffizient) bezeichnet, der Reibungskoeffizient während der Bewegung als Gleitreibungskoeffizient (dynamischer Reibungskoeffizient).
