Härteprüfung
Die Härteprüfung dient der Bestimmung des Widerstands eines Werkstoffs gegen das Eindringen eines härteren Prüfkörpers. Sie liefert einen wichtigen Kennwert zur Charakterisierung und Qualitätskontrolle von Werkstoffen. Je nach Werkstoff, Bauteilgeometrie und Fragestellung kommen unterschiedliche Verfahren wie Vickers, Brinell, Rockwell, Knoop, die Mikrohärteprüfung und die Nanoindentation zum Einsatz.
Die ermittelte Härte erlaubt Rückschlüsse auf den Werkstoff- und Wärmebehandlungszustand und steht bei vielen metallischen Werkstoffen im Zusammenhang mit weiteren mechanischen Eigenschaften wie Festigkeit und Verschleißverhalten. Härtemessungen werden daher insbesondere zur Kontrolle von Härtungs-, Vergütungs- und Anlassprozessen sowie von Randschichten und Oberflächenbehandlungen eingesetzt.
In Verbindung mit metallografischen Untersuchungen und Schadensanalysen können lokale Härteabweichungen, Überhärtungen, Entfestigungen oder Veränderungen des Werkstoffzustands erkannt und möglichen Schadensmechanismen zugeordnet werden. Somit liefert die Härteprüfung wichtige Informationen zur Werkstoffbewertung, Qualitätssicherung und Aufklärung von Bauteilschäden.
- Härteprüfung Metalle
- Härteprüfung Kunststoffe
- Härteprüfung Elastomere
- Härteprüfung Beschichtungen
- Einhärtetiefe bestimmen
- Härteprüfung bis 350°C
- Härteverlaufsmessung
- Auswahl des passenden Prüfverfahrens
Als Auftragslabor führen wir die Härteprüfung nach den aktuellsten Normen als Dienstleistung durch.
Grundsätzlich unterscheidet man bei den Härteprüfverfahren in Verfahren mit statischer und dynamischer Aufbringung der Prüfkraft.
- Bei den statischen Härteprüfverfahren wird die Prüfkraft quasistatisch mit geringem Gradienten über die in den entsprechenden Normen festgelegte Zeit aufgebracht.
- Bei den dynamischen Härteprüfverfahren wird die Prüfkraft schlagartig aufgebracht, wodurch eine Stoßbelastung entsteht. Diese Härteprüfverfahren werden in mobilen Härteprüfgeräten angewendet.
Bei der Härteprüfung wird ein Prüfkörper in den Werkstoff eingedrückt und die Härte als Widerstand gegen das Eindringen dessen bestimmt. Für die Härteprüfung an festen Werkstoffen werden überwiegend Verfahren mit statisch aufgebrachter Prüfkraft eingesetzt. Zur Bestimmung der Härte wird entweder
- die Abdruckgröße (optische Messverfahren),
- die Eindringtiefe des Prüfkörpers (Tiefen-Messverfahren) oder
- der Kraft-Weg-Verlauf während der Prüfung (instrumentierte Eindringprüfung).
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