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Washburn Methode

Bei der Washburn-Methode handelt es sich um ein experimentelles Verfahren zur Bestimmung des Kontaktwinkels und der freien Oberflächenenergie poröser Materialien, insbesondere von Pulvern. Sie basiert auf dem kapillaren Aufstieg einer Flüssigkeit in einem porösen Medium.

Dabei wirken die Hohlräume zwischen den Pulverpartikeln wie feine Kapillaren, in denen eine Flüssigkeit – abhängig von ihrer Benetzbarkeit – aufsteigt. Der Flüssigkeitsaufstieg erfolgt, bis sich die kapillare Adhäsionskraft (Kapillardruck) und die Gewichtskraft der angehobenen Flüssigkeit im Gleichgewicht befinden. Aus dem zeitlichen Verlauf des Flüssigkeitsaufstiegs lassen sich der Kontaktwinkel sowie Rückschlüsse auf die Oberflächeneigenschaften des Materials ziehen. Die Washburn-Methode eignet sich besonders für Materialien, bei denen klassische Kontaktwinkelmessungen auf glatten Oberflächen nicht möglich sind. Sie wird in der Pulvercharakterisierung, Werkstoffentwicklung und Oberflächenanalyse eingesetzt.

Als Steinbeis-Transferzentrum bieten wir die Bestimmung der Oberflächenenergie von Pulvern mittels Washburn-Methode als Dienstleistung an.

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