Taktile Rauheitsmessung
Bei der taktilen Rauheitsmessung fährt ein feiner, diamantbesetzter Messtaster, auch „Tastnadel” genannt, mit konstanter Geschwindigkeit über die Oberfläche. Dabei erfassen die vertikalen Auslenkungen des Tasters die Höhenunterschiede. Aus dem so aufgenommenen Profil lassen sich charakteristische Rauheitskennwerte berechnen. Taktile Messgeräte werden häufig zur einfachen Bestimmung der Oberflächenrauheit sowie zur Qualitätskontrolle eingesetzt.
Wir führen als Steinbeis-Transferzentrum Rauheitsmessungen normkonform als Dienstleistung durch.
Bei der taktilen (berührenden) Oberflächenmessung wird die Oberfläche als zweidimensionales Profil im sogenannten Tastschnittverfahren erfasst. Daraus werden dann die 2D-Kenngrößen nach ISO 4287 (zurückgezogen), ISO 13565-2 (zurückgezogen) und ISO 21920-2:2021 berechnet. Neben den veralteten Kenngrößen maximale Höhe der Rauheit Rz und dem arithmetischen Mittelwert der Höhe Ra bieten die aktuellen Normen eine umfangreiche Auswahl an Kenngrößen zur gezielten Charakterisierung von Oberflächeneigenschaften.
Leider reicht die Genauigkeit taktiler Messungen oft nicht aus, um alle Mikrostrukturen einer Oberfläche zu erfassen. Einerseits wird die Oberflächenbeschaffenheit nur eindimensional erfasst, andererseits wirkt der Radius der Diamantspitze als morphologischer Filter.
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