Ritztest (Scratch test)
Der Ritztest (Scratch Test) nach dient der Bewertung der Haftfestigkeit und des Versagensverhaltens von Hartstoffschichten. Mithilfe dieses Prüfverfahrens wird untersucht, wie widerstandsfähig eine Beschichtung gegenüber mechanischer Belastung ist und bei welcher Beanspruchung adhäsive oder kohäsive Schäden auftreten. Dadurch lassen sich Aussagen über die Haftung zwischen Schicht und Substrat sowie über die innere Festigkeit der Beschichtung treffen.
Wir führen als Steinbeis-Transferzentrum Haftfestigkeitsprüfungen mittels Ritztest als Dienstleistung durch.

Ritztest für Haftfestigkeitsprüfung
- Hartstoffschichten
- Schichtdicke bia 20 µm
- Ra <= 0,5 µm, Rz <= 3,0 µm
Der Ritztest wird vor allem zur Charakterisierung und Qualitätsbewertung von Hartstoffbeschichtungen eingesetzt, beispielsweise in den Bereichen Oberflächentechnik, Werkstoffprüfung und Beschichtungsentwicklung. Typische Anwendungen finden sich bei funktionellen und verschleißschutzorientierten Beschichtungen auf Werkzeugen, Bauteilen oder technischen Oberflächen. Darüber hinaus wird das Verfahren genutzt, um Beschichtungsprozesse gezielt zu optimieren, beispielsweise hinsichtlich der Prozessparameter Beschichtungsrate, Reinigung des Grundmaterials oder Beschichtungstemperatur. Dadurch trägt der Ritztest wesentlich zur Sicherstellung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit beschichteter Systeme bei.
Bei der Haftfestigkeitsprüfung durch den Ritztest (Sratchtest) wird ein Prüfkörper mit der Oberfläche des beschichteten Prüfteils in Kontakt gebracht. Anschließend wird der Prüfkörper mit konstanter Geschwindigkeit und zunehmender Normalkraft entlang der Oberfläche bewegt, um Adhäsions- und/oder Kohäsionsversagen des Systems Schicht/Grundwerkstoff zu begünstigen. Während des Prüfverlaufs werden die Tangentialkraft, die Eindringtiefe und Ultraschallemission registriert. Anschließend erfolgt durch die Auswertung der Ritzspur die Bestimmung der kritischen Lastwerte Lc1, Lc2 und Lc3 des Schichtversagens.

Adhäsives Versagen

Kohäsives Versagen
- DIN EN ISO 20502:2016
- VDI 3824-4:2001 (4.4.2)
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